|
Metropolenartig gut gefüllt präsentiert sich der für Sylter Verhältnisse eher schmale Hauptstrand entlang der erneuerten Seepromenade. Dicht stehen die Strandkörbe im aufgespülten Sand, groß ist die Zahl der Strandläufer. Wer den Trubel mag und die pralle gastronomische Infrastruktur in seiner nächsten Umgebung braucht, der ist hier richtig. Am Hauptstrand herrscht Textilpflicht.
Am nördlichen Ende der Promenade liegt der so genannte Brandenburger Strand. Hier finden Volleyballturniere ebenso statt wie internationale Surf- und Segel-Events. Abends geht die Party ab – bis Punkt 22.00 Uhr. Dann ist Schluss. Einzig Silvester ist alles anders.
Südlich vom Hauptstrand (Richtung „Himmelsleiter“) wird es ruhiger. Der Übergang zum Nacktbadestrand ist eher fließend. Wer ohne lange Wanderung gleich an den nächst gelegenen textilfreien Strand Westerlands gelangen möchte, besucht die „Oase zur Sonne“. Dort wartet ein feiner Sandstrand, wohl 100 Meter breit, und nicht überfüllt. In den Dünen um die „Oase zur Sonne“ hat die Gay-Szene ihre Bastion.
Weiter südlich, an den Strandabschnitten „Dikjen Deel“ und „Baak Deel“, dem unmerklichen Übergang nach Rantum, wird es beständig leerer. So findet jeder (auch im Norden ab “Seenot”) sein ruhiges Plätzchen. In „Dikjen Deel“ (dort befindet sich eine neue Jugendherberge mit allerdings nur 48 Betten) sind Drachen und Modellflugzeuge ab 17 Uhr erlaubt.
Wer sich in den Dünen niederlässt, trampelt wie nebenbei Anpflanzungen nieder, die für den Küstenschutz mühevoll gezogen wurden und unverzichtbar wertvoll sind. Wer also in den Dünen herumläuft, handelt unverfroren und frevelhaft. So etwas ist streng verboten, alten Syltern treibt es die Tränen in die Augen.
Gesamteindruck: Alles ist im Angebot: Sportstrand, Textilstrand, Familienstrand, Nacktbadestrand, Reviere für Drachenflieger und (Trendsport !!) Kite-Surfer; Strandgastronomie oft in der Nähe.
|